Mais c’est quoi? C’est pourquoi?

Vor unserem Hauseingang steht seit einiger Zeit dies hier:

Ein Sofa mit eingebautem Radio aus den 80ern? Aber man kann nur ganz links oder rechts drauf sitzen? Da kommt man ja an das Radio gar nicht ran? Hä?

Passantin klärt mich auf, das sein mal ein Bettenkopfende gewesen. Tss.

La lumière Pompidou

Das folgende Foto macht aus irgend einem Grund auf mich den Eindruck von Kunst und Stilleben.

Pas de tout!

Wenn ich das nächste Mal am Centre Pompidou vorbeikomme, stell ich das ensemble hier  einfach dazu. Und male ein passendes Schildchen.

Alles wird zu Glas

…erster von zwei schnellen Sommer-Blog-Paraphrasen – ein Strand in Kalifornien, wo Jahrzehntelang Müll abgeladen wurde, und was passiert? Das kontinuierliche Wasser formt alles zu kleinen Glaskunstperlen.

Come on Dmitry...

Come on Dmitry

Also, ist es egal, was die Menschen anstellen, am Ende geschieht was Gutes? Wäre auch mal ne Art, auf die Welt zu schauen…

Come on Dmitry

Die Fotos stammen von Dmitry vom Design You Trust Blog.

Na, heute nachmittag frei? Dann lasst uns doch ins Stalinmuseum gehen…

Fährt man von Tiflis, Georgien, nach Batumi am Schwarzen Meer, so gelangt man an dem kleineren Ort Gori vorbei. Was liegt näher, als der spontane Besuch im örtlichen Museum, dem Stalin Museum.

Stalin was here

Das Haus ist recht großspurig angelegt und saniert worden.

Stalin was here

Trotz hartnäckiger gegenteiliger Berichterstattung ist allerdings die Kolossalstatue von Stalin in Gori 2010 abgebaut worden, was aber wahrscheinlich mehr mit dem Krieg von 2008 zu tun hatte.

Stalin was here

Auch die Innenaustattung ist größer angelegt. Der Gang der Darstellung ist dann traditionell, Raum für Raum gefüllt mit Devotionalien, von der Geburt über die Anfänge bis hin zum Aufstieg zum Diktator über das größte Reich, das je existiert hat. Die Erklärungen sind auf beiden Sprachen vorhanden – georgisch und russisch. Die Führung spricht fließend englisch und hakt rasant Punkt für Punkt ab – also besser mit leichtem Vorwissen kommen, der wahre Wert der Aktion hier liegt im Sehen und Fühlen, nicht unbedingt im Informationsgehalt der Ausführungen.

Stalin was here

Stalin was here

Stalin was here

Stalin was here

Stalin was here

Fraglich bleibt, welche Gesinnung bei der ganzen Angelegenheit nun zum Ausdruck kommen soll. Vom Aufbau her und den zu kaufenden Devotionalien

Stalin was here

ist es auf jeden Fall keine damnatio memoriae, wie es bei anderen europäischen Diktatoren geschehen ist. Unser Tip ist, dass es ursprünglich eine verherrlichende, legendenbildende, propagandistische Veranstaltung sein sollte, die der pflichtbewußte Sowjet besuchen geht, und jetzt in einer Art halbwegs sinnentleertem Nimbus schwebt. So weit wir gesehen hatten, gab es keinen einzigen Hinweis auf die Säuberungen, Zwangsumsiedlungen und Vernichtungsfeldzüge, die in dutzenden Millionen Toten resultierten, keine Darstellung der Gulags, und kaum eine Erwähnung der Folgen des Angriffskrieges auf die osteuropäischen Staaten – vom Molotow/Ribbentrop-Pakt ganz zu schweigen.

Es wird auf jeden Fall interessant zu sehen, wie die kommenden Jahrzehnte sich auf das Geschichtsbild der Georgier und ihres Staates auswirken werden.

 

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Danke an Baudolino für die Fotos – man kann eben nicht gleichzeitig zuhören, schreiben, und Fotos machen. : )

Sand ist bunt

Dr. Gary Greenberg zeigt auf seiner Webseite Sand, der 250fach vergrößert wurde – und das Ergebnis sieht so aus:

 

 

Das nächste Mal am Sandstrand werden wir aber große Augen machen (hier Photoshop einfügen von 250fach vergrößerten Augen bitte).

Schaut vorbei auf seiner Webpräsenz, um den Rest der Arbeiten zu betrachten.